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Der Planet Venus
(Quelle: NASA)
| Allgemeine Daten |
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| Orbit: | 108.200.000 km (0,72 AU) |
| Durchmesser: | 12.103,6 km |
| Masse: | 4,869e24 kg |
| Äquator-Radius: | 6051,8 km |
| Pol-Radius: | 6051,8 km |
| Mittlere Dichte: | 5,243 g/cm3 |
| Gravitation: | 8,87 m/s2 |
| Fluchtgeschwindigkeit: | 10,36 km/s |
| Albedo: | 0,750 |
| Entfernung zur Erde: | 38,2 - 261 Mio. km |
Atmosphäre |
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| Die Atmosphäre der Venus ist extrem dicht.
92mal so dicht, wie die der Erde Sie besteht hauptsächlich aus Kohlendioxid und etwas Stickstoff. |
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| Oberflächendruck: | 92 Bar |
| Durchschnittstemperatur: | 737 K (464 C) |
| Zusammensetzung: | 96.5% Kohlendioxid (CO2), 3.5% Stickstoff (N2). In Spuren (ppm): Schwefeldioxid (SO2) - 150; Argon (Ar) - 70; Wasser (H2O) - 20; Kohlenmonoxid (CO) - 17; Helium (He) - 12; Neon (Ne) - 7 |
Orbital-Daten |
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| Monde: | keine |
| Ringsystem: | nicht vorhanden |
Entdeckung |
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| Entdecker: | unbekannt |
| Entdeckungsdatum: | prähistorisch |
Die Venus ist der zweite
Planet von der Sonne aus und der
sechstgrößte im System.
Die Bahnexzentrik beträgt weniger als 1% und ist somit die geringste
von allem Planeten.
Venus ist die Göttin der Liebe und der Schönheit. Vermutlich wurde der Planet nach ihr benannt, weil er der stahlendste am damals bekannten Firmament war.
Venus war schon in vorgeschichtlicher Zeit bekannt. Es ist das hellste Objekt am Morgen und Abendhimmel außer der Sonne und dem Mond. Wie beim Merkur vermutete man 2 verschiedene Planeten, einen Morgenstern und einen Abendstern. Die Griechen wussten es jedoch besser.
Wegen ihrer Nähe zur Sonne, zeigt die Venus, wie Merkur und Mond, Phasen, die sich mit einem Teleskop beobachten lassen. Galileos Beobachtungen dieses Phänomens, war einwichtiger Beweis für das Heliozentrische Weltbild.
Die erste Raumsonde, die Venus erreichte war Mariner 2 im Jahre 1962. Insgesamt besuchten 20 Sonden diesen Planeten. Die Sowjetische Sonde Venera 7 war die erste, die auf der Venusoberfläche landete und somit die erste, die „Fuß“ auf einen fremden Planeten setzte. Venera 9 lieferte die erste Aufnahme der Oberfläche. Die US-Raumsonde Magellan kartierte die Oberfläche mit Hilfe von Radar komplett.
Venus wird oft als Schwesterplanet der Erde bezeichnet. Dies hat Gründe:
- Venus ist nur wenig kleiner als die Erde (95% des Erd-Durchmessers und 80% ihrer Masse).
- Beide weisen wenige Krater auf und haben somit eine relativ junge Oberfläche.
- Ihre Dichte und chemische Zusammensetzung sind sehr ähnlich.
Wegen dieser Ähnlichkeiten ging man davon aus, dass unter den dichten Wolken, erdähnliche Zustände anzutreffen wären und vielleicht sogar Leben. Detailliertere Untersuchungen des Planeten ergaben jedoch, dass sich Venus radikal von der Erde unterscheidet, was Oberfläche und Atmosphäre angeht.
Der Druck der Venus-Atmosphäre
ist gewaltig. Er beträgt 90 bar, das 90-fache des Erdluftdruckes.
Der Druck entspricht einer Wassertiefe von 1km in unseren Ozeanen.
Der Hauptbestandteil der Atmosphäre ist Kohlendioxid. Viele Wolkenschichten
bestehen aus reiner Schwefelsäure, viele Kilometer dick. Diese
Wolken verhindern die Sicht auf die Oberfläche komplett. Aufgrund
der extrem dichten Atmosphäre kommt es auf der Venus zu einem
extremen Treibhauseffekt, welcher die Temperaturen auf der Oberfläche
auf bis zu 464 C ansteigen lässt. Damit ist die Oberfläche
der Venus heißer als die des Merkur, der jedoch wesentlich näher
an der Sonne kreist.
In der oberen Atmosphäre kommt es oft zu heftigen Stürmen
bis zu 350 km/h.
Die Oberfläche selber jedoch wird nur von sanften Briesen umweht.
Vermutlich gab es einst
auf der Venus große Mengen Wasser, wie auf der Erde,
doch durch die gewaltige Hitze verdampfte es vollständig, sodass
die Venus staubtrocken ist. Das einzig flüssige auf der Oberfläche
sind vermutlich Seen aus geschmolzenem Blei, welches diesen höllischen
Temperaturen nicht standhalten kann.
Wäre die Erde nur ein klein wenig näher an der Sonne, würde
sie das Schicksal der Venus teilen.
Die Oberfläche der Venus ist weitestgehend flach mit wenigen Details. Es gibt jedoch auch einige Senken, wie Atalanta Planitia, Guinevere Planitia und Lavinia Planitia. Es gibt zwei große Hochebenen: Ishtar Terra in der nördlichen Hemisphäre, von etwa der Größe von Australien und Aphrodite Terra entlang des Äquators, mit der Größe von Südamerika.
Neuste Daten aus der Magellan-Misison zeigen, dass ein Großteil der Venusoberfläche von erkalteten Lavaströmen bedeckt ist. Es gibt mehrere große Schildvulkane wie z.B. den Sif Mons Diese ähneln stark den Vulkanen auf Hawaii oder dem Olympus Mons auf dem Mars. Heute gibt es auf der Venus so gut wie keine vulkanischen Aktivitäten mehr. Die Geologie unseres Nachbarplaneten hat sich den letzten Jahrmillionen verhältnismäßig beruhigt
Es gibt keine kleine Krater auf der Venus. Es scheint, dass kleinere Himmelskörper die dichte Atmosphäre nicht durchdringen können und auf dem Weg hindurch verglühen, bevor sie die Oberfläche erreichen. Ketten von Kratern zeigen, dass größeren Meteoriten in der Atmosphäre zerbrechen und dann diese charakteristischen Spuren hinterlassen.
Das älteste Gebiet
auf der Venus ist etwa 800 Millionen Jahre alt. Das deutet auf extensiven
Vulkanismus hin, welcher die frühere Oberfläche umwälzte
und ältere große Krater unter Massen von Lava verschwinden
ließen.
Die Rotationsbewegung des festen Venuskörpers ist im Vergleich
zur Erde weitaus langsamer: für eine komplette Rotation benötigt
Venus eine Zeitspanne von 243 Erdtagen; dabei ist die Rotationsrichtung
retrograd, d.h. rückläufig.
Das Innere der Venus ähnelt vermutlich sehr dem Erdinneren: ein
Eisenkern mit etwa 3000km Durchmesser umgeben von flüssigem Felsgestein.
Venus hat kein Magnetfeld, vielleicht wegen ihrer langsamen Rotation.
Einen Mond besitzt die Venus, wie Merkur,
nicht, damit ist sie mit Merkur der einzige Planet, der keinen Begleiter
besitzt.
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