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Der Titan
(Quelle: NASA)
Titan - Allgemeine Daten |
|
| Orbit: | 1.221.830 km |
| Durchmesser: | 5150 km |
| Masse: | 1,3455 x 1023 kg |
| Äquator-Radius: | 2575 km |
| Pol-Radius: | 2575 km |
| Mittlere Dichte: | 1881 kg/m3 |
| Albedo: | 0,22 |
| Umlaufzeit: | 15,945421 Tage |
Titan - Atmosphäre |
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| Oberflächendruck: | 1,5 Bar |
| Durchschnittstemperatur (bei 1 Bar): | 94 K (-167 C) |
| Zusammensetzung: | Molekularer Stickstoff (N) ~ 91%, Argon (Ar) ~ 6%, Methan ~ 3% in Spuren (ppm): |
Titan - Entdeckung |
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| Entdecker: | Huygens |
| Entdeckungsdatum: | 1655 |
Titan ist der fünfzehnte
bekannte Mond Saturns und der Größte
von allen Saturnmonden.
Die Titanen waren In der griechischen Mythologie eine Familie von
Giganten, die Kinder von Uranus und Gaia.
Titan wurde im Jahre 1655 von dem Astronomen Huygens entdeckt.
Lange nahm man an, dass
Titan der größte Mond im Sonnensystem
sei, nach neuere Beobachtungen wurde jedoch klar, dass seine Atmosphäre
so dick und somit seine Oberfläche ein wenig kleiner als die
von Ganymed ist.
Der Durchmesser von Titan ist trotzdem noch größer als
der der Planeten Merkur und Pluto.
Voyager 1 hatte als eines der Hauptziele die Erforschung des Titan. Die Sonde kam der Titan-Oberfläche mit 4000 km sehr nahe. Das Wissen, das wir dabei in den wenigen Minuten über den Mond erlangten war mehr als in den vergangenen 300 Jahren.
Unser Wissen über
Titan ist jedoch noch sehr unvollständig. Titan
ist von einer dicken undurchsichtigen Atmosphäre umgeben; im
sichtbaren Licht ist seine Oberfläche nicht zu sehen. (Cassini
kartografierte die Titan-Oberfläche mit Radar wie Magellan schon
die Venus.)
Alles, was die Voyager Bilder
von Titan zeigen, sind leichte Farbabweichungen zwischen
der nördlichen und südlichen Halbkugel. Mit dem Hubble Teleskop
sind jedoch einige Oberflächendetails im Infrarotbereich erkennbar.
Neuere Aufnahmen von Titan mit Cassinis Kamera zeigen
neue Strukturen und zahlreiche Details seiner Atmosphäre. Huygens
wird am 14. Januar 2005 in die Atmosphäre von Titan
eintauchen und neue Daten liefern.
Von allen Satelliten des Sonnensystem besitzt alleine Titan eine Atmosphäre. Der Oberflächendruck beträgt mehr als 1,5 bar (50% mehr als der auf der Erde). Die Atmosphäre besteht hauptsächlich aus molekularem Stickstoff (wie bei der Erde) mit etwa 6% Argon und ein wenig Methan. In der Atmosphäre von Titan finden sich jedoch auch Spuren von mindestens einem Duzend anderer organischer Verbindungen (z. B. Ethan, Wasserstoffzyanid, Kohlendioxid) und auch Wasser ist zu finden. Diese organischen Verbindungen entstehen wahrscheinlich aus dem Methan, welches in der oberen Atmosphäre vorhanden ist und vom Sonnenlicht aufgespaltet wird. Dadurch entsteht eine dicke Suppe aus Smogartigen Gasen. Die Bedingungen auf Titan sind in vieler Hinsicht ähnlich denen der jungen Erde, als dort gerade das Leben begann.
Die Zusammensetzung von Titan besteht je zur Hälfte aus Wassereis und Gestein. Er besitzt vermutlich verschiedene Schichten mit einem über 3400 km durchmessenden Kern aus Gestein, welcher wiederum von mehreren, kristallinen Formen von Eis umgebenen Schichten eingefasst wird. Das Innere von Titan ist wahrscheinlich immer noch sehr heiß. Trotz Ähnlichkeiten in der Zusammensetzung mit Rhea und den anderen Saturn Monden ist die Dichte von Titan größer, da aufgrund seiner Größe die Schwerkraft sein Inneres stärker zusammenpresst.
Titan besitzt kein eigenes Magnetfeld und seine Bahn um Saturn führt zeitweise auch aus dessen Magnetosphäre heraus. Deshalb ist Titan zeitweise dem direkten Sonnenwind ausgesetzt, was einige Moleküle seiner obersten Atmosphäre ionisieren und wegtragen dürfte.
Titan ist im Groben Ganymed, Kallisto und Triton sehr ähnlich. Es ist nicht bekannt, ob Titan eine innere Struktur wie Ganymed besitzt oder homogen ist wie Kallisto.
Es gibt wahrscheinlich zwei Wolkenschichten auf Titan, in 200 und 300 km Höhe. Andere komplexe, in kleinen Mengen vorkommende Chemikalien sind wahrscheinlich für die orange Farbe der Wolken verantwortlich sein.
Die Oberflächentemperatur von Titan beträgt etwa 94 K (–167 °C, –290 °F). Bei dieser Temperatur sublimiert Wassereis jedoch nicht und deswegen dürfte sich wenig Wasserdampf in der Atmosphäre befinden. Dennoch laufen anscheinend viele chemische Reaktionen ab; das Ergebnis gleicht einem sehr dicken Smog.
Möglicherweise regnet flüssiges Ethan aus den Wolken auf Titan herab, der dadurch vielleicht ein bis zu 1000m tiefes „Meer“ aus Ethan oder Methan bildet. Cassinis Radarbeobachtungen ziehen dies jedoch in Zweifel. Erst Huygens wird im Januar 2005 näheres über den geheimnisvollen Titan enthüllen.
[offizielle Cassini-Seite der NASA/JPL]
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