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Die Sonne
(Quelle: NASA)
| Allgemeine Daten |
|
| Durchmesser: | 1.390.000 km |
| Masse: | 1,989e30 kg |
| Äquator-Radius: | 696.000 km |
| Pol-Radius: | 696.000 km |
| Mittlere Dichte: | 1,408 g/cm3 |
| Gravitation: | 274 m/s2 |
Atmosphäre |
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| Oberflächendruck: | 0.868 millibar (obere Photosphäre) |
| Durchschnittstemperatur: | 6.600 K (untere Photosphäre) 4.400 K (obere Photosphäre) 30.000 K (obere Chromosphäre) 15.600.000 K (Kerntemperatur) |
| Zusammensetzung: | H - 90.965%, He - 8.889% Spurenelemente (ppm): |
Die Sonne ist der bei weitem größte Himmelskörper in unseren System. Sie enthält mehr als 99,8% der Gesamtmasse des Sonnensystem.
In vielen Kulturen wurde die Sonne als Gottheit angebetet. Die Griechen nannte sie Helios und die Römer Sol.
Die Masse der Sonne besteht zur Zeit aus etwa 75% Wasserstoff und 25% Helium, die wenige Restmasse (0,1%) bilden verschiedene Metalle. Im Laufe ihres Lebens ändern sich diese Werte ständig, da durch die Fusion immerzu Wasserstoff zu Helium verschmolzen wird.
Die äußere
Schicht der Sonne unterliegt verschiedenen Rotationen. Am Äquator
rotiert die Oberfläche alle 25,4 Tage, nahe der Pole dauert es
schon fast 36 Tage. Dies liegt darin begründet, weil die Sonne
kein fester Körper ist, wie etwa die Erde, sondern aus Gas besteht.
Die Gasplaneten in unseren System ( Jupiter,
Saturn, Uranus und
Neptun) unterliegen ähnlichen Effekten.
Der Kern der Sonne rotiert jedoch gleichförmig, da er ein fester
Körper ist.
Die Zustände im Kern der Sonne sind extrem. Er bildet 25% des Radius der Sonne und seine Temperatur liegt bei 15,6 Millionen K und sein Druck beträgt 250 Milliarden Bar. Die Dichte der Gase in seinem Inneren beträgt das 150fache von Wasser.
Die Sonne produziert immense Mengen an Energie. In jeder Sekunde produziert sie 386 Milliarden Milliarden Megawatt durch Kernfusion von Wasserstoff zu Helium. In jeder Sekunde werde 700 Millionen Tonnen Wasserstoff zu 695 Millionen Tonnen Helium verschmolzen. Die restlichen 5 Millionen Tonnen entweichen als Energie in Form von Gammastrahlung. Auf dem Weg zur Oberfläche wird diese Energie immer langwelliger und wenn sie die Oberfläche durchbricht, wird sie schließlich als sichtbares Licht abgestrahlt.
Die Oberfläche
der Sonne, Photosphäre genannt, besitzt eine Temperatur von etwa
5000 K. Sonnenflecken darin sind „kalte Stellen“, die
„nur“ 3800 K heiß sind. Durch das Temperaturgefälle
sehen sie dunkler aus, als das umgebende Plasma.
Sonnenflecken können sehr groß werden, mehr als 50.000
km im Durchmesser.
Die Sonnenflecken entstehen durch noch nicht vollständig verstandene
Interaktionen des Gases mit dem Magnetfeld der Sonne.
Oberhalb der Photosphäre liegt der schmale Bereich der Chromosphäre. Über dieser beginnt die sogenannte Corona, welche Millionen von Kilometern ins All hinaus reicht. Sie ist nur bei einer totalen Sonnenfinsternis als Schleicher um die verdeckte Scheibe sichtbar . Die Temperatur der Corona liegt bei über 1 Million K.
Das Magnetfeld der Sonne ist extrem stark (nach irdischen Maßstäben gemessen) und sehr kompliziert aufgebaut. Seine Magnetosphäre reicht hinaus bis jenseits des Pluto.
Außer Wärme und Licht, strahlt die Sonne einen steten Strom geladener Teilchen aus. Dieser besteht zumeist aus Elektronen und Protonen, welche als „Sonnenwind“ bekannt sind. Dieser Sonnenwind zieht mit 450km/s durch Sonnensystem. Der Sonnenwind und die weitaus hochenergetischern Teilchen, welche von Protuberanzen ausgestoßen werden, können einen dramatischen Effekt auf die Erde haben, von Polarlichtern bis hin über Störungen in Stromleitungen bis hin zum Stillstand des gesamten Funkverkehres.
Die Raumsonde Ulysses
zeigt, dass der Sonnenwind in den Polarregionen abgestrahlt wird fast
die doppelte Geschwindigkeit, 750 km/s, besitzt. Die Zusammensetzung
des Windes in diesen Polarregionen scheint ebenfalls unterschiedlich
zu sein. Das Magnetfeld hingegen zeigt sich gleichförmig.
Kometen, welche sich der Sonne nähern unterliegen den Auswirkungen
des Sonnenwindes. Dieser bläst die abschmelzenden Gase des Kometen
hinfort und sorgt so für den oft Millionen km langen Schweif
eines Kometen. Selbst auf Raumfahrzeuge hat der Sonnenwind einen messbaren
Einfluss.
Der Energieausstoß
der Sonne ist, wie auch die Sonnenfleckenaktivität, nicht immer
konstant. Es gab Zeiten mit sehr geringen Sonnenfleckenaktivitäten
in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert. Im Zusammenhang mit
der abnormalen Kälteperiode im nördlichen Europa zu dieser
Zeit spricht man manchmal von der „kleinen Eiszeit“.
Seit sich das Sonnensystem gebildet hat ist der Energieausstoß
der Sonne um etwa 45% gestiegen.
Die Sonne ist etwa 4,5 Milliarden Jahre alt. Seit ihrer Geburt hat sie etwa die Hälfte ihres Wasserstoffvorrates aufgebraucht. Sie wird weiter 5 Milliarden Jahre weiterhin „friedlich“ strahlen, wobei sich ihre Leuchtkraft etwa verdoppelt bis dahin. Doch dann wird ihr wahrscheinlich der Wasserstoffbrennstoff ausgehen. Sie wird dann zum Heliumbrennen übergehen und sich zu einen „Roten Riesen“ aufblähen und einige Millionen Jahre weiterbrennen. Die Inneren Planeten, Merkur, Venus und Erde, werden dabei vollständig vernichtet werden. Möglicherweise bildet sich dann ein planetarer Nebel rund um die Sonne.
Schließlich wird sie auch ihren Heliumvorrat verbraucht haben und dann wird die Schwerkraft siegen und die Sonne wird in sich zusammenfallen und eine Weile als weißer Zwerg dahinvegetieren bis sie schließlich erkaltet und als schwarzer Zwerg ihre dunkle Bahn durchs All zieht.
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