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Der Planet Jupiter
(Quelle: NASA)
| Allgemeine Daten |
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| Orbit: | 778.330.000 km (5,2 AU) |
| Durchmesser: | 142.984 km |
| Masse: | 1,900e27 kg |
| Äquator-Radius: | 71.492 km |
| Pol-Radius: | 66.854 km |
| Mittlere Dichte: | 1,326 kg/m3 |
| Gravitation: | 24,79 m/s2 |
| Fluchtgeschwindigkeit: | 59,5 km/s |
| Albedo: | 0,343 |
| Entfernung zur Erde: | 588,5 - 968,1 Mio. km |
Atmosphäre |
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| Oberflächendruck: | >1000 Bar |
| Durchschnittstemperatur (bei 1 Bar): | 165 K (-108 C) |
| Zusammensetzung: | Molekularer Wasserstoff (H2) - 89.8% (2.0%), Helium (He) - 10.2% (2.0%) in Spuren (ppm): |
Orbital-Daten |
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| Monde: | 63 - Io, Europa, Ganymed, Callisto und viele weitere (siehe unten) |
| Ringsystem: | Ja |
Entdeckung |
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| Entdecker: | unbekannt |
| Entdeckungsdatum: | prähistorisch |
Jupiter war der König der Götter (bei den Griechen, Zeus), der Beherrscher des Olympus und der Patron des Römischen Reiches. Zeus war der Sohn von Cronos (Saturn).
Jupiter ist das vierthellste Objekt am Himmel, nach Sonne, Mond und Venus. Manchmal ist der Mars jedoch heller, wenn dieser sich der Erde nähert. Er ist seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt. Galileo entdeckte 1610 die vier großen Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Dies war der Hauptpunkt von Galileos heliozentrischem Weltbild nachdem nicht die Erde sondern die Sonne im Mittelpunkt des Sonnensystem steht. Für diese „Ketzerei“ wurde Galileo von der Inquisition inhaftiert bis er seine Aussagen widerruft. Er blieb gefangen für den Rest seines Lebens.
Jupiter wurde zuerst von Pioneer 10, im Jahre 1973 und später von Pioneer 11, Voyager 1 und 2 und Ulysses und Galileo besucht.
Jupiter hat, wie alle Gasplaneten keine feste Oberfläche. Das Gas wird, je tiefer man in die Atmosphäre vordringt immer dichter. Das was wir sehen, wenn wir auf den Planeten schauen ist die Oberfläche der Wolken hoch in der Atmosphäre.
Jupiter besteht aus 90% Wasserstoff und 10% Helium. Der Zusammensetzung nach wäre er eine Sonne, doch seine Masse reicht nicht aus um im Innern die Kernfusion zu starten. Wäre Jupiter wesentlich größer, würde auch bei ihm die Fusion starten und wir hätten zwei Sonnen statt einer. Saturn hat eine ähnliche Zusammensetzung, nur Uranus und Neptun besitzen weniger Wasserstoff und Helium.
Unsere Kenntnisse über den inneren Aufbau von Jupiter (und der anderen Gasplaneten) ist sehr vage und spekulativ. Die Daten der Raumsond Galileo ging leider beim Abstieg in die Atmosphäre verloren.
Jupiter besitzt vermutlich
einen Kern aus felsigem Material mit etwa 10-15 Erdmassen.
Über dem Kern befindet sich vermutlich eine große Schicht
flüssiger, metallischer Wasserstoff. Diese exotische Form des
häufigsten Elementes kann vermutlich nur unter Drücken von
4 Millionen Bar existieren. Flüssiger metallischer Wasserstoff
besteht aus ionisierten Elektronen und Protonen (wie im innern der
Sonne, nur wesentlich kälter).
Dieser Wasserstoff ist der Ausgangspunkt des gewaltigen Magnetfeldes,
dass Jupiter produziert. Diese Schicht enthält vermutlich auch
einiges an Helium und Gas-Eis.
Die äußere Schicht des Planeten besteht hauptsächlich aus molekularem Wasserstoff und Helium, welches weiter innen flüssig ist und gasförmiger wird je weiter man nach außen kommt. Wasser, Kohlendioxid, Methan und andere einfachen Moleküle sind ebenfalls in winzigen Spuren enthalten.
Drei vergleichbare Schichten
existieren, welche vermutlich gefrorenes Ammoniak, Ammonium-Hydrosulfid
und eine Mischung aus Eis und Wasser enthalten.
Daten der Raumsonde Galileo zeigten jedoch, dass es weit weniger Wasser
gibt als erwartet. Man ging davon aus, dass die Atmosphäre von
Jupiter das doppelte an Sauerstoff wie die Sonne
enthält, doch den Messungen zufolge gibt es weit weniger davon
als in der Sonne.
Ebenso überraschend waren die Temperaturen und die Dichte der
obersten Atmosphäre.
Jupiter und die anderen Gasplaneten beherbergen extrem schnelle Winde
welche sich in weiten Bändern um den Planeten schlängeln.
Dabei wehen sie in verschiedenen Bändern in unterschiedliche
Richtungen. Chemikalien und Temperatur sind dabei für die unterschiedliche
Färbungen der Bänder verantwortlich. Die hellen Bänder
nennt man dabei „Zonen“, die dunklen „Bänder“.
Die Bänder sind seit längerer Zeit bekannt, aber deren Komplexität
wurde erstmals von Voyager dokumentiert. Die Daten von Galileo ergaben,
dass die Winde schneller wehen als erwartet (mehr als 640 km/h) und
reichten hinunter in die Atmosphäre soweit wie die Sonde vordringen
konnte. Wahrscheinlich reichen sie tausende von Kilometern in Jupiter
hinein. Die immensen Winde Jupiters entstehen durch die immense Hitze
in seinem Inneren, anders als die Stürme der Erde, welche durch
die Sonneneinstrahlung entstehen.
Die lebhaften Farben in Jupiters Wolken
sind vermutlich die Folge chemischer Reaktionen durch Spurenelemente
in der Atmosphäre, vermutlich durch Schwefel verursacht. Die
Details sind jedoch unbekannt. Die Höhe der Schichten hängt
ebenfalls mit der Färbung zusammen. Die untersten Blau, gefolgt
von Braun und weiß und als Obsterstes Rot. Manchmal sehen wir
untere Schichten durch Löcher in den darüber liegenden Schichten.
Der große rote Fleck wurde schon von frühen Beobachtern
vor über 300 Jahren beobachtet (durch Cassini oder Robert Hooke
im 17. Jahrhundert). Der Große Rote Fleck ist ein Oval mit 12.000-25.000
km Durchmesser, groß genug um der Erde zweimal Platz zu bieten.
Andere kleinere aber ähnliche Flecken sind seit Jahrzehnten bekannt.
Infrarot-Beobachtungen und die Richtung ihrer Rotation zeigen an dass
die Flecken Hochdruckgebiete sind, deren Wolken wesentlich höher
und kälter als die umgebende Regionen sind. Ähnliche Strukturen
wurde auch auf Saturn und Neptun gefunden.
Wie solche Strukturen über so lange Zeiträume Bestand haben
können ist jedoch noch nicht bekannt.
Jupiter strahlt mehr Energie ins All,
als er von der Sonne empfängt. Sein Innerstes ist heiß,
wahrscheinlich um 20.000 K. Die Hitze wird durch den Kelvin-Helmholtz-Mechanismus
pruduziert, der langsamen gravitationsbedingten Kompression des Planeten.
Jupiter bezieht keine Energie durch Kernfusion, wie die Sonne, denn
er ist bei weitem zu klein und zu kalt um eine Kernschmelze zu starken.
Die Hitze im Inneren produziert vermutlich Konvektionsströmungen
tief in Jupiters flüssigen Schichten und ist vermutlich für
die komplexen Bewegungen der Wolken verantwortlich. Saturn und Neptun
sind hier sehr ähnlich, Uranus ungewöhnlicherweise
jedoch nicht.
Jupiter ist etwas so groß im Durchmesser, wie ein Gasplanet
werden kann. Würde man mehr Material hinzufügen, würde
er durch die Gravitation wiederum komprimiert werden. Ein Stern kann
nur deswegen größer sein, weil seine nukleare Hitze im
Innern der Schwerkraft entgegenwirkt, die ihn zusammenzieht. Um ein
Stern zu sein, müsste Jupiter 80 mal mehr Masse besitzen.
Das Magnetfeld von Jupiter ist gewaltig,
sehr viel stärker als das der Erde.
Seine Magnetosphäre reicht mehr als 650 Millionen km weit ins
Weltall, noch bis jenseits des Orbits von Saturn. In Richtung Sonne
reicht das Magnetfeld jedoch nur wenige Millionen Kilometer. Jupiters
Monde liegen alle innerhalb des Magnetfeldes, ein Fakt, welcher die
hohe vulkanische Aktivität von Io erklären kann. Die Umgebung
des Jupiters ist, durch die gefangen hochenergetischen Partikel im
Magnetfeld, hochradioaktiv, ein Umstand der den Erbauern von Raumsonden
einiges an Kopfschmerzen bereitet. Die Strahlung ist ähnlich
stark wie die des Van Allen-Gürtels der Erde. Einen ungeschützten
Menschen würde es auf der Stelle töten!
Galileos Atmosphärensonde entdeckte einen neuen intensiven Strahlungsgürtel
zwischen Jupiters Ring und der obersten Wolkenschicht. Dieser Gürtel
ist zehnmal stärker als der Van Allen-Gürtel. Überraschenderweise
wurden in diesen Gürtel hochenergetische Helium-Ionen gefunden,
deren Herkunft bislang unbekannt ist.
Jupiter hat Ringe wie der Saturn, aber sie sind wesentlich schwächer
und kleiner. Sie waren völlig unerwartet und wurden von Voyager
1-Wissenschaftler durch puren Zufall gefunden.
Anders als Saturns Ringe sind die Ringe
Jupiters dunkel mit einer Albedo von nur 0,05. Sie bestehen vermutlich
aus sehr kleinen Felsbrocken. Anders als die Saturnringe scheinen
sie kein Eis zu enthalten.
Die Partikel in Jupiters Ringen bleiben sind vermutlich nicht für
lange stabil in der Position, denn das Magnetfeld des Jupiters verteilt
die Partikel ständig um. Die Ringe werden gespeist durch Einschläge
der vier inneren Monde, welche durch das immense Magnetfeld Jupiters
sehr energiereich sind. Der innere Ring ist sehr viel breiter als
die anderen, bedingt durch die Interaktion mit Jupiters Magnetfeld.
Im Juli 1994 kollidierte der Komet Shoemaker-Levy
9 mit Jupiter in spektakulärer Weise. Die Einschläge waren
sehr gut sichtbar, selbst mit Amateur-Teleskopen. Die Folgen der Kollision
waren noch ein Jahr später vom Hubble-Weltraum-Teleskop zu sehen.
Während der Nacht, wenn die Venus nicht sichtbar ist, ist Jupiter
häufig der hellste „Stern“ am Himmel. Die vier Galileischen
Monde sind mit einem einfachen Fernglas schon zu erkennen; die Bänder
und der große rote Fleck sind mit einem kleine Teleskop gut
auszumachen.
Die wichtigsten Monde des Jupiters:
Abstand Radius Masse Satellit (000 km) (km) (kg) Entdecker Jahr --------- -------- ------ ------- --------- ----- Metis 128 20 9,56·1016 Synnott 1979 Adrastea 129 10 1,91·1016 Jewitt 1979 Amalthea 181 98 7,17·1018 Barnard 1892 Thebe 222 50 7,77·1017 Synnott 1979 Io 422 1815 8,94·1022 Galileo 1610 Europa 671 1569 4,80·1022 Galileo 1610 Ganymed 1070 2631 1,48·1023 Galileo 1610 Kallisto 1883 2400 1,08·1023 Galileo 1610 S/1999 J 1 7400 ? Spacewatch 1999 Leda 11094 8 5,68·1015 Kowal 1974 Himalia 11480 93 9,56·1018 Perrine 1904 Lysithea 11720 18 7,77·1016 Nicholson 1938 Elara 11737 38 7,77·1017 Perrine 1905 Ananke 21200 15 3,82·1016 Nicholson 1951 Carme 22600 20 9,56·1016 Nicholson 1938 Pasiphae 23500 25 1,91·1017 Melotte 1908 Sinope 23700 18 7,77·1016 Nicholson 1914 S/1999 J 1 24200 6 Spacewatch 1999
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