Moderne wissenschaftliche Fragestellungen

Re: Moderne wissenschaftliche Fragestellungen

Postby Joachim Stiller on 14 Jan 2010, 17:33

Tja, was sollich machen, ich glaub einfach an solche Porphezeihungen, zumal sie alle dasselbe sagen.... Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Moderne wissenschaftliche Fragestellungen

Postby Anjuschka on 15 Jan 2010, 14:47

Naja, aber wenn 100 Menschen den gleichen Scheiß reden, muss das ja nicht automatisch die Wahrheit sein oder? Hier in Österreich sagen auch sehr viele Menschen dass alle "Jugos" klauen, genauso wie in Deutschland 50% der Einwohner sagen "kaum gestohlen, schon in Polen". Nur weil das so viele sagen, muss das nicht heißen, dass es wahr ist, sondern ehr, dass sie einfach einer Massenverblödung unterliegen.
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Re: Moderne wissenschaftliche Fragestellungen

Postby Joachim Stiller on 15 Jan 2010, 16:16

Liebe Anjuschka,

Du magst ja Recht haben, aber der Vergleich hinkt ein wenig... Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Moderne wissenschaftliche Fragestellungen

Postby Anjuschka on 15 Jan 2010, 16:46

Nein, wieso hinkt er?

Wenn 1000 Menschen sagen, die Welt geht 2012 (oder wann auch immer) aufgrund einer Prophezeiung zugrunde, dann bedeutet das doch nichts weiter als dass 1000 Menschen etwas glauben, das mal irgendwann jemand gesagt hat. Wenn derjenige Unsinn erzählt hat, glauben 1000 Menschen eben Unsinn. Nur weil sie diesen Unsinn glauben, heißt das noch lange nicht, dass es wahr wird. Natürlich ist es durchaus möglich, dass etwas wahr wird, WEIL extrem viele Menschen daran glauben (self fullfillig prophecy), aber dazu gehört schon ein extrem fester kollektiver Glaube. Und wenn Nosti im LSD-Rausch irgendwelche Bilder gesehen hat, bedeutet das nichts weiter, als dass er grad zu bis oben hin war.
Und selbst WENN er etwas gesehen hätte, das wirklich eintritt, so gibt es immernoch unendlich viele Realitäten, in denen das passieren kann. Wie Wahrscheinlichkeit, dass das Gesehene aus unserem eigenen Universum stammt, ist unendlich gering (da es laut Physik unendlich viele Universen geben muss). Und wenn einer es wirklich schaffen würde in eine Zukunft zu schauen, dann ist das nicht die der eigenen Realität, denn diese Zukunft würde sofort inexistent, sobald man ihrer gewahr würde (wie der Zustand eines verschränkten Teilchens, wenn es beobachtet wird).

Fazit: Kein Weltuntergang durch Nostis Kiffereien ;)
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Re: Moderne wissenschaftliche Fragestellungen

Postby Shelnak on 12 Mar 2010, 12:50

noch so eine eingerostete diskussion^^

ich sehe das problem wie anjuschka im westlichen, kapitalistischen Wertesystem.
nicht der Funktionelle Wert entscheidet, sondern der Preis.

Humbug? der Preis richtet sich nach der Funktion? Nein! Es gibt wenige Pharmaunternehmen die nach Impfstoffen suchen, weil Tablettenschlucker mehr Gewinn bringen!

Alles wird am monetären Gewinn gemessen. Und leider ist die Umwelt nicht konkurrenzfähig wenn es um die
Bezahlung der Forschung geht. Selbst "grüne" Technologien (z.B. in der Automobilbranche) werden nur durch Teuerung des Erdöls und dem "Ökotrend" gefördert.

Es ist nichts mehr da "was es zu endecken gibt". Nur ein Haufen Geld, dass es umzuverteilen gilt.

btw: ich brauch Nostis Kiffphantasien auch nicht, um die Dekadenz hinter dem System zu sehen.
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Re: Moderne wissenschaftliche Fragestellungen

Postby Chris80 on 13 Mar 2010, 02:48

Wir können jetzt natürlich jede Frage in diesem Form mit "Der Kapitalismus ist schuld beantworten", da fehlt mir aber etwas die Tiefgründigkeit (selbst wenn es so sein sollte, worauf ich aber gar nicht weiter eingehen will).

Ich habe irgendwann was interessantes gelesen, was zu dem Thema passt.
Mathematisch waren die Chinesen viel früher fit als wir in Europa. Sie hatten schon lange vor uns die Mathematik entdeckt und angewandt UND weiterentwickelt.
In dieser Weiterentwicklung steckte das Problem. Es war wohl sehr kompliziert und konnte einfach mal so ein wenig gelernt werden. Es gab immer weniger Experten, die waren aber sehr gut.
Leider hat sie keiner mehr verstanden (das Problem kenne ich als Informatiker :lol: ) und deswegen ist die Mathematik in China wieder eingeschlafen.

Ich denke nicht, dass es heutzutage so verlaufen könnte aber für mich beinhaltet es eine gewisse Ähnlichkeit.

Evtl. benötigt es eine neue Wissenschaft .. sowas wie Wissenrepräsentation für nicht wissenschaftler.
Funktioniert ja bei der Sesamstraße oder alpha-Centauri auch.

Generell könnte man hier auch den Begriff Informationsüberfluss einfließen lassen.
Wenn es schon zu viel gibt, muss ich mir eine Niesche suchen und muss versuchen diese zu erklären, weil sie erst mal etwas abwägig klingt.

Bye, Chris
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Re: Moderne wissenschaftliche Fragestellungen

Postby Anjuschka on 13 Mar 2010, 13:15

Informationsüberfluss


Das finde ich ein wichtiges Wortkonstrukt, denn es beschreibt in der Tat den derzeitigen Zustand der Wissenschaft.
In China waren die Wissenschaften zwar schon sehr früh entwickelt, aber die breite Masse hatte dazu keinen Zugang, aber nicht nur aus feudalistischen Gründen, sondern vor allem deswegen, weil es schlicht irrelevant für sie war, da sie fast ausnahmslos Selbstversorger waren. Wir hingegen benötigen die Wissenschaften in einem unglaublichen Ausmaß, da die Marktwirtschaft eine derart abstrakte Angelegenheit ist, dass man dafür alle wissenschaftlichen Register ziehen muss, damit sie klappt. Als Landwirtin weiß ich, was Kollegen an Wissenschaft benötigen um ihren Hybridschrott anbauen zu können und durchzubringen. Ein moderner Landwirt hat studiert, ist Biologe, Bodenkundler, Geologe, Betriebswirt, Manager... die Liste ist lang. In Wirklichkeit müsste der moderne Landwirt jedoch "nur" Ökologe sein, mehr nicht (aber auch nicht weniger). Und er bräuchte nicht viel Wissenschaft sondern "nur" das Wissen um die Zusammenhänge der Dinge. In China war das früher so und da die Mächtigen nicht immer Interesse an der Wissenschaft hatten schlief diese natürlich auch wieder immer wieder ein. Ganz anders in Europa, wo der Feudalismus vom Kapitalismus abgelöst wurde und die Wissenschaft als Motor extremst gepuscht wurde. Das führte dann zwangsläufig zum Informationsüberfluss.

Wir können jetzt natürlich jede Frage in diesem Form mit "Der Kapitalismus ist schuld beantworten", da fehlt mir aber etwas die Tiefgründigkeit

Nein, GANZ so einfach ist es natürlich nicht. Das System Kapitalismus ist nur der Boden, auf dem der ganze Dreck wächst. Der Dünger ist Gier. Aber es ist wie in der Landwirtschaft. Auf einem verdorbenen, belasteten Boden wird auch nur braunes Kraut wachsen, wenn man den Boden nicht verbessert.

Evtl. benötigt es eine neue Wissenschaft

Nein, es braucht WENIGER Wissenschaft und diese muss GEZIELTER an die Bedürfnisse des Systems Erde angepasst werden. Jede Wissenschaft, die NICHT diesem System dient, muss verschwinden, denn sie dient dann nur dem Kapital. CERN z.B. würde als erstes verschwinden ;)
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