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Unsere krankmachenden Bettgenossen – die Hausstaubmilben

Sie hat 8 Beine, wiegt 16 Mikrogramm, ist 1/3 Millimeter und verspeist am liebsten menschliche Hautschuppen: die Hausstaubmilbe. Sie zählt zu den Spinnentieren und ist in Teppichen, Matratzen, Polstermöbeln und Stofftieren zuhause.
Im Grunde sind diese Spinnentiere völlig harmlos. Bei vielen Menschen weltweit sind sie jedoch der Auslöser für eine allergische Atemwegs-Erkrankung.

Warum macht die Hausstaubmilbe krank?

Nicht die Milbe selbst, sondern ihr Kot macht Hausstaubmilben-Allergikern das Leben schwer. Der Milbenkot ist der häufigste Auslöser für eine Allergie und wird vor allem nachts eingeatmet. Ein Gramm Hausstaub enthält ca. 1.000 Milben, die etwa 25.000 Kotbällchen produzieren. Der Kot verbindet sich mit der Atemluft und kann so Allergien oder, bei Allergikern, Niesattacken, Husten oder sogar Atemnot auslösen.
Bei Verdacht auf Hausstauballergie sollte man nicht zögern und sofort einen Arzt konsultieren. Ignoriert man die Symptome, kann das, abgesehen von einer Allergie, eine chronische ernste Erkrankung, z.B. Asthma, zur Folge haben.

Wie kann man Hausstaubmilben vermeiden?

Allergiker wissen wie anstrengend und langwierig der Kampf gegen die Milbe sein kann.
In ihrem 2- 4 Monate dauernden Leben legt die Milbe bis zu 300 Eier und produziert das 200-Fache ihres Körpergewichts an Kot. Damit nicht genug kann sie auch eine Staubsauger-Attacke überstehen. Mit ihren Saugfüßen hält sie sich an Textilien oder Teppichen fest.
Die besten Maßnahmen gegen Milben sind:

*regelmäßige feuchte Reinigung

*wenn möglich, sollte man alle Teppichböden entfernen

*oftmaliges Staubsaugen

*die Räumlichkeiten sollte man täglich lüften

*vermeiden sie eine hohe Luftfeuchtigkeit

*Bettbezüge und Schlafgewänder sollte man häufig wechseln

*Anti-Allergen Bettwäsche

*Stoffvorhänge und Polstermöbel sind zu vermeiden

*spezielle Luftreiniger können ebenfalls hilfreich sein



Eine wirksame Methode zur Behandlung von befallenen Stoffteilen ist eine 24 stündige Einlagerung in der Kühltruhe. Nietenbaumöl ist ebenfalls eine natürliche Maßnahme zur Bekämpfung der Milbe.

Im Frühling fängt die Hausstaubmilbe an sich zu vermehren. Ihren Höhepunkt erreicht sie dann im Hochsommer. Durch die Kälte im Herbst stirbt zwar ein Großteil der Milben, doch jetzt beginnt das eigentliche Problem. Der Kot der Milben wird durch die Wärme aufgewirbelt und eingeatmet. Eine schlimme Zeit für alle Allergiker bricht an. Vor allem in den kälteren Monaten ist Allergenvermeidung großgeschrieben.

Wie wird eine Hausstauballergie medizinisch behandelt?

Eine Hypersensibilisierung wird von vielen Ärzten geraten. Dabei wird das Allergen, durch Injektionen oder in Tropfenform, über einen Zeitraum von etwa 3 Jahren dem Körper in ansteigender Dosis zugeführt.
Dadurch gewöhnt sich der Körper an das Allergen und reagiert nicht oder kaum mehr darauf.

Autor: Tamara Schirmbrand*

Artikel eingestellt: 2006-03-30

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