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Das ADS – Eine ernste Krankheit?

Etwa eine Million Kinder in Deutschland sind vom „ADS“-Syndrom betroffen.
ADS - Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom oder Aufmerksamkeitsdefizitstörung.
Kinder mit ADS haben es nicht einfach. Sie haben kaum Freunde, werden selten zu Geburtstagsparties eingeladen und der Schulerfolg bleibt auch aus. Die Gesellschaft degradiert sie zu Außenseitern. Man geht davon aus, dass 12-20% aller Schulkinder betroffen sind. Das sind nicht wenige!

Ist dieses Syndrom eine ernsthafte Erkrankung?

Bereits im 19. Jahrhundert ist das ADS von Wissenschaftlern beschieben worden. Heute zählt man ADS zu den Verhaltens- und emotionalen Störungen. Die Ausprägung des ADS ist von Kind zu Kind verschieden. Manche sind nur leicht betroffen, andere sind stark beeinträchtigt und benötigen ständig Hilfen.

Was sind die Symptome von ADS?

In den meisten Fällen sind Kinder mit ADS auch hyperaktiv. Anzeichen für Hyperaktivität sind: ständige Bewegung, unterbrechen anderer beim Sprechen, auf dem Stuhl herumrutschen und häufiges Handeln ohne nachdenken.
Zu dieser Hyperaktivität kommt die Unaufmerksamkeit. Das Kind hat enorme Schwierigkeiten konzentriert bei einer Sache zu bleiben, verliert oder vergisst Dinge, hat Probleme beim Organisieren oder lässt sich leicht ablenken.
Um die Diagnose von ADS, mit oder ohne Hyperaktivität, zu bestätigen, müssen auch folgende Bedingungen gegeben sein:

*Die Symptome treten bereits seit über einem halben Jahr auf.
*Schwierigkeiten im schulischen Bereich.
*Andere Auslöser bzw. Krankheiten sind ausgeschlossen.
*Die Symptome treten in den verschiedensten Lebensbereichen auf und bereits vor dem siebten Lebensjahr.

Wodurch wird ADS ausgelöst?

Wissenschaftler vermuten als Auslöser das Zusammenwirken von verschiedenen Faktoren. Bei Betroffenen besteht eine neurologische Störung, die Striatofrontale Dysfunktion. Diese wird vererbt oder auch vor der Geburt erworben.
Es gibt keine Möglichkeit die Hirnstoffwechselstörung mit Blutuntersuchungen oder anderen medizinischen Tests nachzuweisen. Der Psychologo Holowenko merkte an: „AD/HS ist eine medizinische Diagnose. Aber gegenwärtig ist es durch keinen medizinischen Test nachzuweisen.“
Bei ADS soll es, in bestimmten Hirnregionen, zu mangelhafter Durchblutung kommen.
Die Gründe dafür sind nach wie vor unbekannt. Das hat zur Folge, dass für die Reizübertragung zuständige Botenstoffe in unzureichender Menge ausgeschüttet und/oder zu schnell abgebaut werden. Es wird auch vermutet, dass die Hyperaktivität der Kinder ein Versuch ist, die Durchblutung anzuregen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die wirksamsten Behandlungen beinhalten: Psychotherapie, intensive Beratung, Ergotherapie, Bewegungstherapien, Behandlungen mit Stimulanzien, Hippotherapie oder Lerntherapie.

Andere Möglichkeiten.

Die beschriebenen Symptome müssen nicht zwangsläufig ADS sein.
Sie können auf alles Mögliche zurückzuführen sein, wie Schlafmangel, altersgemäßes Verhalten, Sehstörungen, Bewegungsmangel und und und…
Letztendlich ist die Diagnose ADS von einem Arzt zu erstellen und bestätigen.

Autor: Tamara Schirmbrand*

Artikel eingestellt: 2006-03-30

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