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Osteoporose - Neuer Test

Eine einfache Methode, um die häufige Knochenkrankheit Osteoporose bereits im Frühstadium zu diagnostizieren, haben irische Forscher der University of Limerick entwickelt. Nötig ist dazu nur der Scan eines Fingernagels.

Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass für die Festigkeit von Knochen und Fingernägeln die gleichen Verbindungsmoleküle verantwortlich sind. Dabei handelt es sich um Disulfide, die in den Nägeln Keratin- und in den Knochen Kollagenmoleküle miteinander verbinden. Geringe Werte der Disulfide in den Nägeln weisen laut Towler darauf hin, dass auch die Knochen zu wenig dieser Bindesubstanzen besitzen. Jetzt wollen die Mediziner herausfinden, ab welchen Disulfid-Werten ein Osteoporose-Risiko besteht beziehungsweise bereits eine Erkrankung vorliegt.

Bei Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, wird die Knochensubstanz stark abgebaut. Da die Stabilität des Skeletts abnimmt, haben die Patienten unter häufigen Knochenbrüchen zu leiden. Gefährdet sind vor allem Frauen nach den Wechseljahren. Experten schätzen, dass in Deutschland rund 30 Prozent dieser Frauen Osteoporose haben. Den neuen Test könnte der Hausarzt selbst durchführen - oder er könnte ein Nagelstück zum Scannen einschicken.

Autor: Anja Kolwicz*

Artikel eingestellt: 2006-03-14

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